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Samstag, 16. Januar 2016

Nobel Minds

Ein Vorteil an Uppsala ist, dass man relativ nah an Stockholm ist. Besonders wenn Nobelwoche ist.  Denn das schwedische Fernsehen zeichnet gemeinsam mit dem BBC eine Talk Show names "Nobel Minds" auf, in dem die Preisträger von sich und ihrer Forschung berichten und Fragen von Studenten beantworten. Und woher kommen die Studenten? Von den Universitäten ringsum, unter anderem auch aus Uppsala. Und so saß ich dann am 11. November gemeinsam mit Lucia, einer Postdoktorandin aus unserer Forschungsgruppe, in der ersten Reihe direkt hinter Angus Deaton.

Hautnah an den diesjährigen Nobelpreisträgern im Konserthuset in Stockholm.
Die Sendung findet man auch bei Youtube. Vielleicht erkennt ihr ja jemanden in der Stelle ab 17:30: Nobel Minds bei youtube

Von Seen, Wäldern und Pilzen - Upplandsleden Teil 2

Auch wenn es im Oktober schon recht kalt wurde, lockte uns das goldene Herbstwetter für einen Wochenendausflug auf den Upplandsleden. Wir hatten uns für einen Abschnitt entschieden, der in dem Ort Lövstabruk beginnt. Während der frühen Industrialisierung hatte diese Gegend wegen der vielen Erzvorkommen einen regelrechten Aufschwung erlebt. Heute sehen die prunkvollen Herrschaftshäuser etwas verloren in den kleinen Dörfern aus
Auf dem Upplandsleden geht es vom herrrschaftlichen Gut in Lövstabruk zu den stillen Seen.
Nach einem kurzen Rundgang durch den Herrschaftsgarten ging es auf den Uppslandsleden, der sich durch den Wald, wo sich die Blätter bereits gelb und braun färbten, bis zu einem langgestreckten See windet. Das Wasser war spiegelglatt und ringsum war es herrlich ruhig. Wenn nur der Himmel nicht ausgerechnet (und nur) an diesem Tag so graubedeckt gewesen wäre!
Durch Wälder, vorbei an Seen und über Moore - typische Landschaften entlang des Weges.
Entlang des Weges entdeckten wir jede Menge Pilze. Viele mussten wir stehen lassen, weil wir sie nicht kannten, aber einige Maronen konnten wir sicher identifizieren. So gab es zum Abendbrot eine nicht eingeplante Pilzmahlzeit!
In dieser kleinen Hütte übernachteten wir - mit leckeren Pilzen im Magen.
Ähnlich wie schon beim Wanderausflug im Sommer hatten wir uns auch dieses Mal einen Abschnitt herausgesucht, bei dem wir in einer Wandererhütte übernachten konnten. Im Schein einiger Kerzen und mit einer warmen Heizung ließen wir den Abend mit Kartenspiel ausklingen.
Auf Stegen geht es über die Moore von Florarna.
Die Hütte liegt am Rand eines großen Sumpfgebiets, das wir am nächsten Tag auf Bohlenwegen überquerten. Das Wetter hatte sich zum Glück gebessert und die Sonne lachte wieder. Aber es war immer noch ziemlich kalt.
Der Weg wand sich immer mal wieder durch Waldabschnitte, kreuzte Felder oder führte entlang kleiner Seen. Erschöpft kamen wir am Sonntag nachmittag in Österbybruk, einer weiteren kleinen Stadt mit alten Industrieanlagen an.
Ein Wanderausflug geht zu Ende. Zum Abschluss entdecken wir auf dem spiegelglatten See ein schwimmendes Saunahäuschen. Das wäre auch was für uns...
Auf Dauer fehlt dem Upplandsleden ein wenig die Abwechslung. Es gibt zu wenige Berge und Ausblicke und die Seen und Wälder gleichen sich doch irgendwann ziemlich. Aber auf seinen Wegen kann man an einem Wochenende ganz gut dem Uni-Alltag entfliehen!

Montag, 14. Dezember 2015

Sommerliche Segelei

Weil das Wetter im August so schön war, haben wir kurz nach unserem Paddeltrip gleich den nächsten Wochenendausflug geplant. Wir hatten schon das Programm für zwei Tage Wandern im Stockholmer Schärengarten zusammen gestellt, als Johanns Kollege Tomas erzählt, dass man nördlich von Uppsala ziemlich günstig und auch kurzfristig ein Segelboot mieten kann. Das klang natürlich klasse!

Die Besatzung: Leichtmatrose Johann, Steuerfrau Katharina und Kapitän Tomas.
Als wir das Boot letztendlich entgegennahmen, stellte sich heraus, dass Tomas zuletzt vor 15 Jahren auf dem Boot seiner Eltern mitgesegelt war. Und wir beide hatten natürlich überhaupt keine Segelerfahrung. Aber das kann doch einen Seemann nicht erschüttern! Nach einigem hin- und her sind wir tatsächlich recht flott unterwegs gewesen und sind sogar ziemlich gut gegen den Wind gekreuzt.
Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir durch die Schären im Norden von Uppland.
Wie man auf den Bildern sieht, war das Wetter allererste Sahne. Nur der wichtigste Teilnehmer beim Segeln, der Wind, hielt sich merklich zurück. Ein paar Stunden am ersten Nachmittag hatten wir eine etwas schärfere Brise, sonst waren wir selbst mit vollen Segeln nur in gemütlichem Tempo unterwegs.
Unser Landeplatz am Abend: eine der vielen kleinen Schären.
Abends ankerten wir an einer der vielen kleinen Schären, genossen ein leckeres Essen und schliefen zu leise glucksenden Wellen auf unserem kleinen Boot. Sonntag ging es dann in großem Bogen zurück zu unserem Ausgangspunkt und wir kehrten erschöpft nach einem schönen Wochenende nach Uppsala zurück.
Es war klein, aber wunderschön. Unser Boot für das Wochenende.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Paddeln auf dem Strömsholmskanal

Der August glänzte mit bestem Wetter und so überlegten wir, was man denn bei 25 Grad und Sonnenschein so Tolles machen könnte. Aus Landsberg hatten wir ein paar Vorschläge für Kanutouren bekommen und so kamen wir auf die Idee den Strömsholmskanal entlang zu paddeln. Der liegt ein wenig westlich von Uppsala und verbindet ehemalige Bergwerksgegenden in Dalarna mit dem Mälarensee.
See, Fluss und Schleuse: Abwechslung auf dem Strömsholmskanal
Wir erzählten zwei von Johanns Kollegen von unseren Plänen und die beiden waren schnell überzeugt, sodass wir zu viert unterwegs waren. Die Anreise mit dem Bus war genauso schnell organisiert wie der Kanuverleih und so ging es an zwei Tagen ca. 40km über kleine Seen, entlang flussartiger Abschnitte und durch kurze Kanäle. Mehrfach mussten die Boote kurz umgetragen werden an den bis zu dreistöckigen Schleusen, was aber dank der mitgeliehenen Bootswägen überhaupt kein Problem war.
Unsere Begleitung auf der Tour: Thomas (link), Francesco (rechts), badende Kühe (mitte).
Das Wetter war in der Tat erste Sahne. Sonne satt und auch angenehm warm. Nur als wir gegen Ende des ersten Tages einen etwas größeren See queren mussten, hatten wir ganz schön mit dem Wind zu kämpfen. Aber bald darauf hatten wir schon den Zeltplatz für die Nacht erreicht. Dort gab es leckeres thailändisches Essen zur Stärkung und ein Bad im doch ziemlich kalten See zur Erfrischung.
Frühstück bei bestem Wetter am spiegelglatten See.
Auch am zweiten Tag ließ sich die Sonne nicht lumpen. Der Wind hatte sich auch gelegt, so dass wir über spiegelglatte Seen dahinpaddelten. Etwas erschöpft aber gut in der Zeit für die Heimreise nach Uppsala kamen wir am Sonntag Nachmittag am Ziel an.
 Zwischen Thomas' schwedische Ruhe und Francescos italienischem Charme hatten wir ein sehr unterhaltsames Wochenende!

Dienstag, 13. Oktober 2015

Durch Moore und Wälder auf dem Upplandsleden

Die Mission: Upplandsleden; Das Team: Katha, Johann und Stefan
Im Juli kommt uns Stefan für ein Wochenende besuchen. Mit im Gepäck die Wanderschuhe, denn er will ein bisschen raus in die Natur. Zum Glück braucht man in Schweden nicht weit fahren, um in der Natur zu sein. Bei uns in der Region um Uppsala (also in Uppland) gibt es einen Weitwanderweg, den Upplandsleden. Für das Wochenende mit Stefan haben wir uns eine Teilstrecke davon ausgeguckt.
Grün, grün und noch mehr grün! Die feuchte, moorige Gegend bietet bemooste Steine und grüne Wälder, aber auch Mücken ohne Ende.

Auch durch die Moore führt uns der Weg. Durch eine alternative Wegführung durchs Feld versuchen wir die öde Strecke entlang der Landstraße zu umgehen (rechts).


Der Upplandsleden führt uns über Stock und Stein durch den Wald, aber auch über Holzstege durch Moore. Ziel ist eine Hütte mitten im Wald, die für Wanderer zum Übernachten offen steht. Zum Abendbrot gibt es Würstchen, Pizza und Marshmallows über dem Lagerfeuer gegrillt. Wir plaudern noch eine Weile mit ein paar anderen Wanderern und schlafen dann auf den bequemen Matratzen.
Übernachtet wird in dieser luxuriösen Hütte mit Holzofen, Doppelstockbetten und Lagerfeuerplatz.
Am Sonntag erreichen wir wieder Uppsala und machen auf dem Weg nach Hause noch beim Bäcker halt. Schließlich muss Stefan doch noch die schwedische Tradition "fika" kennen lernen bevor er am Abend wieder nach Deutschland fliegt.
Zum Abschied gibt es ganz typische schwedisch noch Fika - Kaffee und Gebäck - auf unserem Balkon.

Samstag, 25. Juli 2015

Mittsommer auf Gotland - Schwedische Traditionen Teil 2

Das Wochenende der Sommersonnenwende (auf schwedisch "Midsommar") wird in ganz Schweden groß gefeiert. Weil wir noch nicht ganz wussten, wie und wo wir unser erstes Midsommar verbringen wollten, zögerten wir nicht lange, als Sven (ein Arbeitskollege von Katha) uns zu seinen Eltern nach Visby auf der Insel Gotland einlud.
Bei schönstem Wetter führte uns Sven durch die mittelalterliche Stadt und zu den verwunschenen Kirchenruinen.
Schon die ersten Tage in Visby haben uns sehr gut gefallen! Die mittelalterliche Stadt bietet kleine verträumte Gassen, verwunschene Kirchenruinen und immer wieder schöne Aussichten über die Dächer auf das Meer. Kein Wunder also, dass ganz Schweden hier Urlaub macht.

Am meisten beeindruckt in Visby hat uns die Stadtmauer, die im 13. Jh. gebaut wurde und noch heute komplett den historischen Stadtkern umschließt.
Geschichtsträchtige Stadt: Die vielen Kirchruinen zeugen vom einstigen Wohlstand der Insel (links). Die Stadtmauer ist komplett erhalten und führt mehrere Kilometer um den Stadtkern (mitte). Ein Bildstein im Gotlandmuseum, in dem viel wir über die turbulente Geschichte der Insel erfuhren.
Svens Eltern haben uns nicht nur sehr gastfreundlich in ihrem Haus aufgenommen, sondern sich auch Mühe gegeben, uns auch die schönsten Ecken um Visby zu zeigen! So machten wir mehrere Ausflüge zur Steilküste und zu einer mehrere Kilometer tiefen Grotte, der Lummelunda Grotta.
Malerische Steilküste von Gotland. Auf dem rechten Bild sieht man Visby im Hintergrund.
Links: Der Eingang der Grotte lässt kaum erahnen, dass sich dahinter ein kilometerlanges Höhlensystem befindet. Rechts: Die Steinstrände eignen sich super für Strandspaziergänge und zum Sammeln von Meeresfossilien.
Midsommar wird in Schweden an einem Freitag nahe der Sommersonnenwende gefeiert. Vor allem Familien versammeln sich am Nachmittag zum Picknick (natürlich gibt es wieder reichlich Erdbeeren). Aus frischen Birkenzweigen und Blumen wird eine Midsommarstång (vergleichbar mit einem Maibaum) geschmückt und aufgestellt. Danach gibt es Musik und Tanz um den (Mai-)Baum herum. Am Abend gibt es ein traditionelles Mittsommeressen mit neuen Kartoffeln, eingelegtem Hering, saurer Sahne und natürlich Erdbeeren als Nachtisch.
Am Samstag nach Midsommar verabschiedeten wir uns von Visby und erkundeten die Insel mit unseren Rädern. Am ersten Tag ging es entlang der Steilküste, welche sich aber eher zum Wandern als zum Radfahren geeignet. Die tollen Ausblicke von den Klippen waren die holprigen Wege aber wert!
Entlang der Steilküste im Westen Gotlands. Rechts: Ein Highlight Gotlands sind die sogenannten "Raukar" - von der Natur geformte Steinformationen. Dieser hier ist der höchste und wird nach einer schaurigen Sage die "Jungfrau" genannt.
Beim Erkunden der Insel besichtigten wir auch einige der vielen mittelalterlichen Kirchen. Vom Wohlstand durch den Handel konnten sich auch kleinste Dörfer eine stattliche Kirche bauen. Allerdings währte der Aufschwung nicht lang genug um die Kirchen fertig zu bauen, so dass viele Kirchen heute eine merkwürdige Form mit überproportionierten Turm und mehrfach abgestuften Kirchenschiff haben.
Die vielen Kirchen sind Zeugen der kurzen Blütezeit der Insel.
Wir übernachteten in einem Bed and Bredfast an der Ostseite der Insel und erkundeten am zweiten Tag die Ostküste. Ohne Steilküste fiel das Radfahren deutlich leichter. An einer ausgesetzten Halbinsel trafen wir wieder auf die sonderbaren Raukar.
Die Ostküste ist deutlich flacher. Auch hier findet man die sonderbaren Raukar.
Am letzten Abend grillten wir am Meer. Nach einem anstrengenden Tag auf den Rädern hatten wir uns die Würstchen vom Grill verdient! Den Kurzurlaub auf Gotland haben wir sehr genossen. Es war sicher nicht unser einziger Besuch auf dieser schönen Insel.
Der Abschied fällt uns nicht leicht! Am letzten Abend wird am Meer gegrillt.

Schloss Gripsholm

Die Universität Uppsala organisiert für internationale Studenten und Angestellte auch einige Ausflüge. Mitte Mai nahmen wir an einer Tagestour zum märchenhaften Schloss Gripsholm teil. Wie man auf den Bildern sehen kann, spielte auch das Wetter mit.

 
Schloss Gripsholm sieht nicht nur märchenhaft aus, sondern liegt auch sehr malerisch an Schwedens drittgrößtem See - dem Mälaren.
Die beiden Innenhöfe lassen erahnen, dass das Schloss als hoch sichere Befestigungsanlage gebaut wurde.
Lange Zeit diente das Schloss als Exil für die verwitweten Königinnen, damit die Jungen endlich ungestört in Stockholm Politik machen konnten. Heute beherbergt das Schloss die nationale Bildergalerie.
Sehr hübsch fanden wir das kleine Theater, dass sich im Schloss befindet. Neben Portraits jeglicher Herrscher finden sich auch einige kuriose Bilder im Schloss, wie diese Hühner mit Frauenköpfen. Wer den Künstler wohl zu diesem Bild inspiriert hat?

Nach dem Schlossbesuch bummelten wir noch ein wenig durch das kleine, verträumte Städtchen Mariefred. Auf dem Rückweg nach Uppsala hielt der Bus im kleinen Dorf Härkeberga, wo wir einen traditionellen Bauernhof besichtigten. Außerdem gab es eine kleine Kirche zu sehen, die komplett mit mittelalterlichen Malereien von biblischen Geschichten und anderen Sinnsprüchen ausgeschmückt ist. Neben der Geschichte von Jonah und dem Walfisch findet sich unter anderem der Fuchs, der die Gans stiehlt und ein nicht ganz realistisches Bild von einem Kamel und einem Elefanten
Die Farben sind seit dem Mittelalter etwas verblichen, der Anblick ist trotzdem beeindruckend.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Mit dem Fahrrad zum Königsschloss

Bei unserem ersten Stockholmbesuch über Ostern waren wir nicht dazu gekommen, das Königsschloss Drottningholm zu besuchen, denn es liegt etwas außerhalb der Stadt auf einer der vielen Inseln. Das erste Maiwochenende bot dann einen sonnigen Sonntag, den wir zu einer kleinen Radtour nutzen wollten.
Mitten in der Stadt und doch herrlich in der Natur.
Wir nahmen unsere Fahrräder mit in den Zug und fuhren bis kurz vor Stockholm. Von dort wollten wir bis nach Drottningholm radeln. Anfangs waren wir mitten in der Stadt, durchquerten dichtbebaute Wohngebiete und fuhren auf Brücken mit vierspurigen Verkehr (aber extra Radweg) von Insel zu Insel.
Doch schon kurz darauf fanden wir sehr idyllische Wege direkt am Wasser, auf denen man vergessen konnte, dass man immer noch mitten in der Metropole Stockholm ist. Durch Parks und hübsche Vorstädte erreichten wir bald darauf Drottningholm.
Kaiserwetter am Königsschloss
Eine Schlossführung ließen wir dieses Mal aus (das machen wir mal wenn wir mit Besuch dort sind), und spazierten stattdessen durch den Schlosspark. Sehr hübsch fanden wir vor allem die Ecke rund um das chinesische Schloss im hinteren Teil des Gartens.
Links: Zumindest in die Eingangshalle haben wir mal gelunscht. Rechts: Wasserspiele im Schlosspark.
Bei herrlichen Wetter (Johann hat sich natürlich einen leichten Sonnenbrand geholt) genossen wir dann ein gemütliches Picknick, bevor wir uns wieder auf die Räder schwangen und zum Zug radelten.

Mit Picknick im Schlosspark, so lässt es sich aushalten..
Als wir am Bahnhof ankamen, hatten wir unseren Zug natürlich genau um zwei Minuten verpasst. Die Wartezeit bis zum nächsten versüßten wir uns daher mit einem leckeren Eis.

Ostern in Stockholm

Über Ostern waren wir für zwei Tage in Stockholm. Relativ spontan hatten wir ein Zimmer auf einem Hotelschiff mitten im Stadtzentrum reserviert. Mit dem Zug fuhren wir am Ostersonntag in knapp einer Stunde bis zum Stockholmer Hauptbahnhof. Da das Wetter anfangs noch ziemlich bescheiden war (auf der Zugfahrt schneite es leicht, später gab es kräftigen Regen), verbrachten wir die erste Tageshälfte im Vasamuseum.
Die Vasa in klein und groß.

Wir waren zwar nicht die Einzigen, die diese Idee hatten - das Museum war proppevoll - aber das Schiff aus dem 17. Jahrhundert war trotzdem sehr beeindruckend anzuschauen. Lustige Anekdote: In einem sehr regnerischen Sommer vor einigen Jahren kamen so viele Besucher ins Museum, dass die Klimanlage überfordert war und das Schiff unter den schlechten Bedingungen litt.

Anschließend bummelten wir durch die Stadt. In der Fjällgatan entdeckten wir einige sehr schöne alte Häuser und hatten einen schönen Blick in Richtung Altstadt. Den Abend ließen wir im hippen Södermalm ausklingen (mit leckerem vegetarischem Dahl), bevor wir uns in unsere Koje zurückzogen.
Stadtbummel durch Stockholm. Rechts einige der alten Häuser in der Fjällgatan.

Das Hotelschiff hatte den Vorteil, dass wir am nächsten Morgen früh quasi direkt in Gamla Stan aufwachten und die kleinen Gassen noch relativ leer waren.
Die Gassen von Gamla Stan im Morgenlicht. Später am Tag ist es wohl deutlich voller..

Wir schauten uns in der Altstadt um, gingen einmal um das Schloss und das Parlament, und machten dann eine kleine Schifffahrt (mit drei f) mit dem öffentlichen Nahverkehr.
Postkartenblick auf dem Stortorget.
Am Ostermontag war das Wetter zum Glück deutlich besser, so dass wir die Sicht vom Oberdeck genießen konnten. Zwar immer noch mit Winterjacke und Schal, aber zumindest die Mütze haben wir im Sonnenschein absetzen können.
Blick über Gamla Stan vom Wasser aus.
Am Nachmittag bummelten wir noch einmal durch Södermalm, bevor wir uns auf die Rückfahrt nach Uppsala machten. Insgesamt war es ein schöner erster Besuch, wir kommen ganz sicher wieder!